Archiv des Autors: Erich Ledersberger

Das Kreuz mit dem Kreuz

Nachdem der ‚heilige Abend‘ und die ‚Drei Könige‘ glücklich an uns vorübergegangen sind, können wir nun grundlegende Themen ansprechen.

Etwa das Verhalten der #ÖVP in den letzten Tagen des Jahres 2025

 

An den ‚christlichen‘ Feiertagen geht es bekanntlich nicht um christliche Botschaften, sondern in erster Linie um die Umsatzzahlen des Einzelhandels und der Online-Geschäftemacher. Keinesfalls haben die Tage mit Nächstenliebe, Toleranz und Frieden zu tun. Beweise dafür liefert nicht nur Putin, der mit christlich-orthodoxem Segen in der Ukraine Menschen ermordet, es reicht schon der Blick auf die heimische Politik. Eine Ministerin für Integration postet da folgenden Text:
‚Wusstest du, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen als schwierig empfinden?‘

Das klingt nach #FPÖ, ist aber von der so genannt christlichen ÖVP. Innenminister Karner, ehemaliger Bürgermeister von Texingtal und damals Betreiber des Dollfußmuseums, in dem man dem austrofaschistischen Kanzler huldigen konnte, findet die Aussage wissenschaftlich fundiert und sensibel.

Nun könnte man ergänzen, liebe ÖVP:
Wusstest Du, dass zwei Drittel sich eine Erbschafts- und Vermögenssteuer wünschen?

Egal, genug der Logik, wenden wir uns wieder den ‚christlichen‘ Politikerinnen und Politiker zu.
Auch der oberösterreichische Landeshauptmann Stelzer hat eine ‚christliche‘ Botschaft an das Volk: ‚Ja zum Kreuz in Schulen und öffentlichen Gebäuden‘ sagt er händeringend in die Kamera. Unsere Identität wird nämlich, so meint er, durch das Kreuz ausgedrückt.

Werter Herr Landeshauptmann!
Meine österreichische Identität wird nicht durch das Kreuz, sondern höchstens durch die Sozialdemokratie ausgedrückt. So sehr ich Jesus Christus bewundere und verehre, so sehr ist mir die katholische Kirche – und auch die orthodoxe – kein Vorbild. Mit Jesus haben beide wenig zu tun. Mehr schon mit Kindesmissbrauch, Ermordung indigener Völker, Folterungen durch Inquisition, Hexenverbrennungen und vielen anderen Grauslichkeiten.

Alles Ereignisse, die etwa mit der Sozialdemokratie nichts zu tun haben. Ihre Mitglieder haben nicht getötet, sondern Wohnungen für Arme errichtet, Spitäler und Schwimmbäder gebaut und das Gemeinwohl gefördert. Darum wären die drei Pfeile der #SPÖ für Klassenräume geeigneter als Kreuze.

Das Kreuz gehört nicht zu den Grundfesten Österreichs!
Sehr wohl aber die sozialen Errungenschaften. Und die sind, Pardon, nicht auf den Feldern der ÖVP gewachsen.

Auf ein Jahr 2026, in dem solche Unsinnigkeiten wie die von Plakolm und Stelzer nicht mehr vorkommen.
Ihr/euer
Erich Ledersberger

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Manns-Bilder

Wäre ich ein #Rassist, würde ich sagen, alle Männer sind minderwertig, rückständig und von geringer Intelligenz.

Als toleranter Mensch versuche ich, das Mannsbild zu verstehen. Eine schwierige Aufgabe.

 

 

Vorwärts in die Steinzeit!

Wann immer ich Bilder von kriegerischen Menschen sehe, sind es Männer, die herrschen. Ob es um den Sturm aufs Kapitol geht oder um die Vernichtung des ‚Feindes‘, so nennt mann neuerdings andere Menschen, ob es um #Gaza geht oder um die #Ukraine; ob im #Iran oder im #Jemen; ob in Srebrenica oder in der Türkei; ob in Russland oder den USA; ob im Sudan oder in Afghanistan – und die Liste ist leider nicht vollständig.

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Hicks, Hack und Spoiler

Nicht wichtig.
Oder doch?

„Ändere deine Sprache und du änderst deine Gedanken.“

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

 

 

Speakerin und andere Seltsamkeiten

Und diese Welt wird immer kleiner und provinzieller. In der angeblich seriösen Zeitung #ZEIT las ich von einer Frau, die von Beruf „Speakerin“ war.

Es handelte sich offenbar um eine Rednerin, also einen Menschen, der irgendwo auf offener Bühne etwas sagt. Das kann klug sein, meistens ist es eher, naja, nicht ganz so gescheit. Mir ist klar, dass eine „Speakerin“ sogar zu einer „Key-Note-Speakerin“ aufsteigen kann.

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