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Guck mal! Leckerland!

Leberknödelsuppe

Leberknödelsuppe

Ich vermute, es gibt einen Zusammenhang zwischen Verringerung der Gehirntätigkeit und jener des Sprachumfangs.

Was die Sprache anlangt, leisten auch viele professionelle Moderatorinnen und Moderatoren im TV dazu ihren Beitrag.

 

 

Ich vermute, es gibt einen Zusammenhang zwischen Verringerung der Gehirntätigkeit und jener des Sprachumfangs.

Was die Sprache anlangt, leisten viele professionelle Darstellerinnen und Darsteller im TV dazu ihren Beitrag.

 

Essen lecker!

Wer jemals eine Sendung namens „Küchenschlacht“ im ZDF gesehen hat, wundert sich anlässlich der vielen Speisen, wie einheitlich sie schmecken: nämlich lecker.

Das Wort ‚lecker‘ klingt ja schon irgendwie recht abgelutscht, weil abgeleckt, aber abgesehen davon hat mich bei meinem langjährigen Aufenthalt gewundert, dass es in Deutschland ein Geschäft namens ‚Lekkerland‘ gab. Ich hielt das für den verbalen Ausrutscher eines Werbemenschen und, zurück in Österreich, vergaß ich ‚lecker‘ beinahe.

Okay, Leckerlis für Hunde musste ich akzeptieren, schließlich gab es mittlerweile für Katzen Snacks für Zwischendurch und die Stiftung Warentest analysierte die ‚ernährungsphysiologische Qualität’, etwa von ‚Mieze Katz Saftige Stückchen in delikater Soße mit Wild und Gemüse‘.

So kreativ wie die Werbefuzzis sind zum Beispiel die Sterne- und Haubenköchinnen und –köche in der Küchenschlacht nicht, die finden alles – lecker.

Ob ‚Rib-Eye-Steak mit Rotweinbuttersauce, Röstkartoffeln, rohem Rotkohl-Radieschen-Salat und Rote-Bete-Hummus‘ oder ‚Karamellisiertes Kalbfleisch mit Kümmel-Kraut und karibischem Kürbispüree‘ oder ‚In Rotwein pochierter Glattbutt mit Beurre rouge und Apfel-Sellerie-Püree‘, also all das, was frau und man zu Hause so zwischendurch kochen, am Ende finden die Juroren alles:  lecker!

Köstlich? Grandios? Wunderbar? Exzellent? Ausgezeichnet? Fein? Vorzüglich? Vortrefflich? Aromatisch? Raffiniert? Üppig? Kräftig? Anregend? Wohlschmeckend?

Nein: lecker!

 

Köche können kochen

Warum sollen sie sprachlich begabt sein?

Morgens schaue ich gerne das Morgenmagazin im deutschen TV. Guten Morgen Österreich sagt mir zwar am Montag, wie die Woche astrologisch für mich verlaufen wird, aber irgendwie kommt es mir seltsam vor, dass alle im gleichen Monat Geborenen das Gleiche erleben sollen wie ich.

Im deutschen Morgenmagazin gibt es immerhin diverse Informationen, ich muss bloß ständig ‚gucken‘.
Mal gucke ich aufs Wetter, mal gucke ich ein Interview an, ich gucke ständig.

Irgendwo genau hinschauen, etwa auf eine Analyse, eine Entwicklung beobachten, bei etwas zusehen, ein Foto betrachten, gar ein Ergebnis begutachten: Überall wird bloß geguckt.
Kein Wunder, dass niemand mehr etwas sieht oder gar erkennt.

Und am schlimmsten: Wenn irgendetwas Essbares gezeigt wird, dann ist auch das im Morgenmagazin einfach – lecker.

Schöne Grüße aus den Tiroler Bergen
euer/Ihr Erich Ledersberger

PS: Hier noch der Link zur Kolumne ‚Currywurst‘, dem leckersten Gericht in Deutschland wo gibt!
Und zur Seite mit den derzeit verfügbaren Büchern von Erich Ledersberger.

Eine kurze Geschichte der österreichischen Seele

Alle Gute kommt von oben!

Oben wohnen Herrgott und Kanzler

Die österrerichische Seele (Erwin Ringel) ist ein weites Land (Arthur Schnitzler).

Und darum ist alles sehr kompliziert (Fred Sinowatz, österreichischer Kanzler).

Irgendwann wird sich aber die Stimme der Vernunft aber durchsetzen (Sigmund Freud). – Naja.

 

In Österreich? Das glauben nur orthodoxe Optimisten. Warum das so ist, hören Sie hier.

 

Sexszene

Sex im Buch "Ich bin so viele"

Sex im Buch „Ich bin so viele“

Magdalena, die sich nach eigenen Angaben auf innere Werte konzentrierte, überraschte Egon/Christian: Sie sah jünger und besser aus als auf dem einzigen Bild, das sie im Internet veröffentlicht hatte.

Ihre witzigen Mails hatten ihn dazu angeregt, ein Treffen zu vereinbaren, nun wurde er auch ästhetisch angenehm überrascht.

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Lesung in Seefeld

Lesung in Seefeld

Es freut mich, auf eine Lesung mit einem ganz besonderen Musiker hinzuweisen:

Florian Bramböck, einer der besten Saxophonisten des Landes, begleitet mich bei einer Lesung mit Texten aus dem Buch „Als mein Ich verschwand“ – und einigen anderen humorvollen Texten.
Am 28. September
um 19:00 Uhr
in Seefeld
im Hotel Klosterbräu
Klosterstraße 30.

Der Zauber der Zahlen

Zauberhafte Zahlen

Zauberhafte Zahlen

Selbstverständlich sollte mit Zahlen nicht manipuliert werden! Aber was bleibt einem übrig, wenn eine Gesellschaft alles messen will?

Kein Wunder, dass selbst Erscheinungen wie Erdstrahlen und Schulnoten mit präzisen Ziffern untermauert werden müssen und danach viel glaubwürdiger erscheinen.

 

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