Schonungslos ehrlich

Rezension in der Wiener Zeitung

Als mein Ich verschwandEs ist ein mutiges Buch.
Wenn Frau Schuster nach Jahren der lähmenden Müdigkeit den Tod ihres Mannes als Befreiungsakt einer neuen Jugend empfindet.
Wenn die Mutter aus der prüden 60er-Jahre-Generation Sexualität leugnet, und sie dennoch eine Schachtel mit pornographischen Fotos und Texten aus der Josefine Mutzenbacher wie einen Schatz im Kasten bewahrt.
Und wenn Karin, deren behinderte Schwester stets die gesamte Aufmerksamkeit der Mutter für sich beanspruchte, sich insgeheim ärgert, die glänzend schwarze Pistole des Vaters versteckt und dessen Mordpläne durchkreuzt zu haben.
Denn dann zeigt der Autor Erich Ledersberger in seiner Sammlung an zwölf Kurzgeschichten erfrischend authentisch jene Seite des Ichs, die schonungslos ehrlich ist – und doch meist unausgesprochen bleibt.

Die ganze Rezension finden Sie hier.

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Hier finden Sie die jeweils erste Seite jeder Geschichte:
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