Mehr Sozialismus!

Mehr Sozialismus!

Mehr Sozialismus!

Jetzt reicht es!
Wir lassen uns nicht mehr ausbeuten!
Wir stehen auf gegen Unterdrückung und für gerechtes Einkommen.
Es kann nicht sein, dass ein Virus unsere Freiheit einschränkt.

Darum: mehr Sozialismus!

 

Daimler und AUA

Sozialismus muss selbstverständlich differenziert betrachtet werden. Es gibt den normalen, ordinären Sozialismus – ein Dach überm Kopf für alle, Arbeit, die ein Leben mit Lebensmitteln erlaubt, und es gibt den hohen Sozialismus, die WIRTSCHAFT.

Der hohe Sozialismus betrifft etwa die Gehälter von Managern und die Dividenden. Wenn die geringer werden, die Wirtschaft nicht mehr wächst – dann ist es Zeit für den hohen Sozialismus. Steuergeld zur Reduzierung der Verluste, etwa in der Autoindustrie oder der Flugwirtschaft. Die AUA braucht so etwa eine Milliarde Euro, damit sie weiter den Himmel kreuzen kann und Österreich eine eigene, nationale (!) Fluglinie hat.

Die Lufthansa in Deutschland möchte noch ein bisschen mehr Sozialismus, der Staat soll nicht eine, sondern viele Milliarden Euro in die flotte Fliegerflotte einzahlen. Und wenn schon der Rubel rollt, dann will die deutsche Autoindustrie nicht zurückstehen: Allen Deutschen ein Auto durch eine Kaufprämie des Staates! Originell, aber irgendwie eine Sonderform des Sozialismus.

Ist das alles sinnvoll? Im Sinne des Kapitalismus?
Sollte man da nicht vorher die Dividenden kürzen?
Natürlich nicht!

 

Neue Prämien braucht das Land!

Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg sehen zur Unterstützung der Autoindustrie mit rund 800.000 Arbeitsplätzen den Bund in der Pflicht. Die Länderchefs schlugen am Montag konkrete Prämien vor. 3.000 Euro soll es für moderne Benziner und Dieselautos ab Schadstoffklasse 6d-Temp geben, sogar 4.000 Euro – zusätzlich zur schon gewährten Förderung – für Plug-in-Hybride, Elektro- und Wasserstoffautos, forderten sie am Montag.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte in München, er habe sich mit seinen Kollegen Stephan Weil (SPD) in Hannover und Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart am Telefon auf diesen Forderungskatalog geeinigt. Wer ein älteres Auto mit Euro-3- oder Euro-4-Norm abgibt, soll zusätzlich 1.000 Euro Abwrackprämie bekommen. Und wer einen modernen Verbrenner kauft und später auf ein E-Auto umsteigt, soll dann nochmals 1.000 Euro Umstiegsprämie bekommen. Elektro-Ladestationen solle zur Hälfte der Staat bezahlen.

Also ich habe mir das noch nicht genau durchgerechnet, aber wenn ich eine Abwrackprämie bekomme, dann einen modernen Verbrenner kaufe, den ich in den Osten später verkaufe und auf ein E-Auto umsteige, da muss doch ein sozialistischer Gewinn drin sein. Oder?

Dazu müsste ich allerdings nach Deutschland übersiedeln. Hierzulande will vor allem die AUA unterstützt werden. Die gehört zwar der deutschen Lufthansa, aber die ist irgendwie auch Österreich. So, wie wir damals irgendwie auch Deutschland waren, Sie erinnern sich noch?

Darum schreit auch die deutsch-österreichische Lufthansa, also AUA, nach mehr Sozialismus. Der Staat muss einspringen, wenn das Virus den Kapitalismus behindert.

Wobei: Sozialismus ist hier im kapitalistischen Sinn des Wortes gemeint. Wir, die Steuerzahler, dürfen uns zwar beteiligen, aber dann ist Schluss mit lustig, wie der ORF meldet!

In einer staatlichen Minderheitsbeteiligung sieht der AUA-Chef indes wenig überraschend nicht den richtigen Weg. Warum die Gesellschaft Staatshilfe aus Österreich bekommen und nicht die deutsche Mutter Lufthansa das notwendige Geld einschießen soll, begründet von Hoensbroech in dem Interview so: „Was würden Sie sagen, wenn Sie deutscher Steuerzahler wären und Ihre Staatshilfen nach Österreich oder die Schweiz durchgereicht würden?“

Genau! Wo kämen wir hin, wenn die Geldgeber mitreden dürften!
Das mag im Kapitalismus so sein, aber doch nicht im Sozialismus!

Schöne Grüße aus dem Land, in dem alles richtig gemacht wird
Ihr/euer
Erich Ledersberger

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