Mister Thatcher siegt!

Die Unzufriedenheit mit einer bestimmten Regierungspolitik hängt offenbar nicht direkt mit Erkenntnis zusammen. Sonst hätte Frankreich nicht die französisch-männliche Version der Mrs. Thatcher zum Präsidenten gewählt.Wahrscheinlich ahnt das Land noch nicht, dass der energiegeladene Sarkozy davon ausgeht, dass alle mindestens so viel Energie haben wie er, aber großteils weniger Einkommen. Zumindest Letzteres soll so bleiben.

Das macht aber nichts, denn zuerst wird an das Nationalgefühl appelliert, dann an den Leistungswillen und schließlich wird das goldene Kalb der Industrieländer angebetet werden: die Arbeit.

In der Folge werden die Gewerkschaften demonstrieren und protestieren. Doch Monsieur Thatcher weiß, wie’s geht – auch wenn er nicht das Glück des österreichischen Kanzlers haben wird, dessen gewerkschaftlicher Gegner sich bekanntlich selbst den ko-Hieb versetzte.

Sarkozy ist klug genug, seine Politik durchzusetzen. Die Wählerinnen und Wähler glauben derzeit noch, dass sie davon profitieren werden. Das ist ein Irrtum. Es wird nur ein winziger Prozentsatz sich freuen können.

Vive la France!

PS:
Es könnte natürlich auch sein, dass die Wählerinnen und Wähler einen politischen „time-lag“ haben, der über mehrere Jahre dauert.
Dann werden sie bemerken, dass dieser Herr, den sie 2007 gewählt haben, der gleiche Mann ist, der vorher, unter Chaques-Chirac dessen ungeliebte Politik mit bestimmte.

Seien Sie also vorsichtig, Monsieur Thatcher!
Auch Herr Wolfi der Erste aus Österreich ist über die eigene, stetig wachsende Arroganz gestolpert.

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