Dem Intschenör

ist bekanntlich nichts zu schwör. Höchstens die deutsche Sprache, schließlich will er Pflegekräfte aus dem Ausland „lukrieren“. Er meint wahrscheinlich „rekrutieren“, aber die deutsche Sprache gehört bekanntlich zu den schwierigsten.

Andererseits: braucht man als Intschenör die Sprache? Wahrscheinlich auch irgendwie, aber leider ist der Intschenör auch Politiker, wenn er nicht gerade beim Herrn Stronach einen Schreibtisch gegen viel Geld besetzt und heißt Westenthaler. Als solcher steht er einer Partei vor, die sich BZÖ nennt und Partner der ÖVP ist. Wer Herrn Schüssel wählt, wählt also Herrn Westenthaler. Vielleicht sogar zum Innenminister, der dann 300.000 Ausländer nach Hause schicken will. Dessen Chef wiederum ein Landeshauptmann ist, der Bescheide des obersten Gerichtes dieses Landes nicht einhält.

Das sollte sich der kleine Mann einmal leisten!

Aber in diesem Land ist vieles möglich, seit eine Regierung der Provinzialität an der Macht ist. Und es ist zu befürchten, dass ihre Zeit nicht abgelaufen ist.

Gründe dafür gibt es mehrere. Der schweigende Bundeskanzler etwa ist die exakte Kopie des Durchschnittsösterreichers. Der hält bekanntlich nichts von Sachlichkeit oder Analyse, sondern reagiert im Falle eines Problems mit Schweigen. Den Durchschnittsösterreicher gibt es zwar nur in der Statistik, aber offensichtlich auch bei Wahlen. Er macht in etwa die Hälfte der Bevölkerung aus.  Wenn wir am 1. Oktober Glück haben,  sind  es weniger.

Dazu kommt eine hilflose SPÖ, die sich mit Hilfe von sogenannten Managern um das eigene Geld gebracht hat. (Bestimmten Managern ist es nämlich grundsätzlich egal, von wem sie ihr Geld erhalten. Hauptsache, sie selbst verdienen daran. Ihnen ist es auch egal, ob sie in der „Privatwirtschaft“ – ein seltsamer Ausdruck übrigens – oder in einem öffentlichen Betrieb arbeiten. Das Wichtigste sind sie selbst.) Und beim Geschäftsführer Josef Czap fällt auch Unbeteiligten der Wiener Ausdruck „Tschapperl“ ein.

Die Grünen versuchen verzweifelt, eine Politik der Sachlichkeit und Ehrlichkeit zu machen. Bei ihnen finden sich weder Menschenfeindlichkeit, noch Ausländerhass, dafür Argumente für die Gesamtschule, für mehr Bildungsausgaben, gerechtere (von gerecht sind wir meilenweit entfernt) Verteilung unseres Wohlstandes – so viel Klugheit wird nicht gut enden!

Sorry, aber mit so einem Programm wird in Österreich keine Wahl gewonnen.

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