The too small country

Wenn der Zwerg ruft, erbebt die Erde. Meistens vor lautem Lachen. Österreich versucht seit Jahren erfolgreich, diesem Vorurteil gerecht zu werden. Vor einigen Jahren war es ein ehemaliger Vizekanzler, dem das eigene Ländle (Vorarlberg) zu „small“ war und so drängte es ihn, seine Fähigkeiten in die weite Welt zu tragen. Leider antwortete ihm niemand und so ist er noch immer hier. Too great for his country, aber keiner glaubt es.

Auch dem Herrn Schrecksneedle (echter Name der Redaktion bekannt) fiel zum Thema Doping der wunderbare Satz ein:
„Austria is a too small country for good doping!“

Mit dieser bemerkenswerten Analyse wollte er sagen, dass Österreichs Schiläufer, ob sie lange laufen oder Slalom wedeln oder Schanze springen, niemals nicht gedopt sind, weil das Land „too small“ ist. Und die bösen Italiener, die damals ins Trainingslager der tapferen Österreicher einfielen wie die Cobra bei den Talibans, seien nur neidisch auf unsere gesunden Buam, die den Weltmeister in den Genen haben wie andere die blauen Augen.

Jahre später stellt sich heraus, dass Österreich zwar flächenmäßig small ist, aber great in doping.

Radfahrer Kohl wurde Dritter der Tour de France – aber mit Hilfe von a small dopingerl. Ein junger Mann aus Oberösterreich soll die „Spinne im Dopingnetz“ sein, wie die FAZ berichtet. Er leitete gemeinsam mit einem anderen Österreicher die „International Sports Agency AG“.

Bei diesem wiederum wurden Wachstumshormone und Anabolika im Haushalt gefunden, den der Mann mit einer Abgeordneten teilte, die einmal Olympiadritte wurde.

Too small for good doping?

So genau will das hierzulande niemand wissen, abgesehen vom Sportminister Darabos, der alle Traditionen des Verdrängens missachtet und Sportler strafrechtlich verfolgen lassen will.

„Wir wollen keine Sportler in Handschellen“, findet sein Parteigenosse, der Sportsprecher der SPÖ.

Genau, schließlich ist alles nur ein Irrtum, wie damals, beim Einmarsch der Nazis. Da hat ganz Österreich gegen Hitler protestiert und keck die Hand gegen den Diktator erhoben. Später wurde das als Hitlergruß diffamiert.

So geht es uns als small country!

Dabei hat schon der Langlauftrainer Walter Mayer, der von nichts Bösem nichts weiß, alles kurz und bündig erklärt.
Die Siege seiner Schützlinge kämen zustande, weil „meine Frau Gerlinde so gute Kraftnahrung für sie kocht“.

Die Rezepte hält er nach wie vor unter Verschluss.

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