Borat kakanischer Finanzminister?

Erinnern Sie sich noch? Vor vielen, vielen Jahren gab es den schönsten aller Finanzminister, den coolen Karli. Der ist mittlerweile in der Privatwirtschaft erfolgreich, etwa bei Unternehmen von Julius Meinl, deren Kurse den Schipisten von Kitzbühel gleichen. Beim Hinunterfahren.Der schöne Karli gründete damals auch einen „Verein  zur Förderung der New Economy“, denn alle sollten wissen, dass er hervorragendes Englisch spricht.  Außerdem fand er, dass auch der Staat Aktienspekulationen durchführen sollte, damit die Pensionen gesichert sind. So um die 6 % könne man an der Börse locker verdienen.

Volkswirtschafter entgegneten, 4 % seien vielleicht drin, doch das störte den schönen Karli nicht. Gesagt, getan: eine ministerielle Agentur stürzte sich ins Brokerdasein. Und machte tolle Gewinne. Damals, als alle Gewinne machten. Jeder einfache denkende Mensch hätte darauf wetten können, dass das nicht lange gut geht. „Lasst euer Geld arbeiten“ ist ein netter Werbespruch und völliger Blödsinn.

Wenige Jahre später kam die Wirtschaftskrise und – no na! – der Verlust für die Steuerzahler, also uns.
Der schöne Karli meldet sich von einer schönen Insel und hat mit allem nichts zu tun. Zu seiner Zeit gab es keine Verluste, sagt er treuherzig.

Sein Nachfolger, Pater Willi, war heute für eine Stellungnahme im ORF nicht erreichbar. Und der „neue“ Finanzminister wird ab jetzt alles anders machen.

Dabei sind die Herren alle bei derselben Partei, der ÖVP, die doch so viel von Wirtschaft versteht. Sagt sie zumindest.

In diesem Sinn: Borat muss Finanzminister werden!

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