Spurensuche

Die Alpen erstrecken sich, das weiß kaum jemand, mit ihren Ausläufern bis in die Hauptstadt Kakaniens. Dort, in Wien, gibt es neben den Alpen auch Ministerien. Eines davon heißt schlicht „Justizministerium“. Die dazugehörige Ministerin hatte im Sommerloch eine wunderbare Idee, wie sie die Verkehrsprobleme aller Ministerien in den Griff kriegen kann.

Es ist nämlich so, dass unsere MinisterInnen in ihren Aktivitäten zum Wohl des Volkes immer wieder behindert werden. Vor allem durch zu viele Autos, die dem Fortschritt der Dienstwagen im Wege stehen.

Allerdings gibt es in Wien auch Busspuren! Die werden, wie der Name vermuten lässt, vor allem durch Busse bevölkert. Bisweilen auch von RadfahrerInnen, jedenfall sind sie weniger staugefährdet als die anderen Spuren.

Was lag also näher, als diese flotte Spur auch den PolitikerInnen zur Verfügung zu stellen? Sie haben es immer viel eiliger als die BenutzerInnen der Busse, weil sie nämlich viel wichtiger sind als das gemeine Volk.

Und so forderte die Frau Minister die Freigabe der Busspur für PolitikerInnen! Schließlich gab es in der DDR sogar eine eigene Bonzenspur, warum also dieses bewährte Konzept nicht übernehmen?

Das gab ein großes Hallo in der Bundeshauptstadt!

Schließlich haben die Bewohner Kakaniens zum Großteil verstanden, dass der Übergang von der Monarchie zur Demokratie schon vor einigen Jahrzehnten stattgefunden hat.

Manche PolitikerInnen brauchen dazu noch ein paar Jahre.

PS: Ein Ratschlag für alle BesucherInnen der Steiermark – achten Sie auf Ihren Darm! Wie der ORF meldet,  wurde dort ein junger Mann mit € 50,00 Bußgeld bestraft, weil er einen „Darmwind“ (amtsdeutsch für Furz) gelassen hat. Das hat „unter den Anwesenden zu großem Gelächter geführt“ und war daher ein Verstoß gegen das Landessicherheitsgesetz.

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