Das Problem mit dem Problem

Neulich war unser aller Gusi bei seiner Freundin Angela. Die wohnt drüben in Deutschland, kommt eigentlich aus der Zone, ist aber trotzdem sehr nett. Nachdem der österreichische Kanzler freudig erregt einen roten Teppich nach dem anderen betreten hatte – es war das erste Mal als Kanzler! – kam er gleich zur Sache:

Das Problem an dem Problem ist, dass es gar keines ist, sondern die EU eines daraus macht.

Alles klar auf der Angela Doria?

Es geht um die gleichberechtigte Zulassung von Studenten an Universitäten. EU-Bürger dürfen in keinem Staat Europas anders behandelt werden als die „Einheimischen“. Eigentlich ein relativ verständliches Anliegen in einem Europa, das angeblich vereint ist.

Die konservative Ministerin Gehrer ignorierte das und wunderte sich, dass die EU ihre Gesetze ernst nimmt. Das kennt man in Österreich nicht. Es kam zu einem Verfahren vor dem EU-Gerichtshof, Östereich „reparierte“ das Gesetz, indem es wieder gegen EU-Recht verstößt. Im Alpenland hat sich das mit der Demokratie noch nicht so richtig durchgesprochen und man glaubt, immer gleicher als andere sein zu können.

Daher keifte der neue Kanzler eifrig in Richtung EU, als wäre er Beschützer der abgetretenen Bildungsministerin und nicht ihr Gegner. Ehemaliger Gegner, muss angemerkt werden, anscheinend hat Herr Gusenbauer selbst jene Meinungen geändert, die er vor der Wahl gar nicht hatte.

Die EU macht aus allem ein Problem, wir haben gar keines.

Das ist österreichisches Lebensgefühl, wie es der Herr Karl schon in den 50-er Jahren beschrieben hat. Da war selbst Frau Merkel sprachlos.

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