Er hatte alle Vorbereitungen getroffen, nüchtern die Chancen für das Gelingen eingeschätzt. Das Risiko war gering. Wer sollte einen Verdacht haben? Gegen ihn, den Gewertschätzten, den Inhaber eines Titels, einer Urkunde? Welche Folgen hatte er zu befürchten? Seinen Tod?
Archiv der Kategorie: Kunst und Kultur
Das Attentat – Satz 132 – 143
Aus gegebenem Anlass, weil die Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten so lange dauerte, erst heute die Fortsetzung der Kurzgeschichte „Das Attentat“.
Für besondere Verdienste in seinem Tätigkeitsbereich übergab man ihm eine Urkunde und ein Redner hielt eine Laudatio auf ihn. Die bei solchen Feiern üblichen Ehrengäste waren erschienen, die lokalen Medien berichteten und stellten der Öffentlichkeit sogar ein Foto zur Verfügung. Weiterlesen
Das Attentat – Satz 125 -131
Hartmut begann mit der kleinen Variante und ersparte sich nun den Weg zum Flaschencontainer. Um die Umwelt weiter zu schonen, ging er nach einem Jahr auf Zehn-Liter-Schläuche über.
Das Attentat – Satz 117 – 124
An Hartmut perlten die wohlmeinenden Ratschläge ab wie Nieselregen an imprägnierten Jacken. Sein Weinkonsum hatte mittlerweile solche Dimensionen angenommen, dass ein täglicher Gang zum Flaschencontainer nötig war, um die Ordnung in der Wohnung aufrecht zu erhalten.
Das Attentat, Satz 108 – 116
In den Gesprächen mit Helga ging er noch weiter. Er empfände nicht nur Mitgefühl und Verständnis für idealistische Terroristen, wiewohl ihm klar sei, dass diese Bezeichnung ein Widerspruch sei. Nein, er habe Sympathie für sie. Ihm persönlich fehle bloß der Mut, diesen pädagogischen Irrsinn namens Schule in die Luft zu sprengen. Noch fehle er ihm, fügte er schelmisch hinzu und lachte fröhlich. Da lachte auch Helga erleichtert auf. Weiterlesen