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Dumm, dümmer, Österreich

Freibier für alle!So lautete 2006 die Schlagzeile einer Schweizer Zeitung.
Wir feiern 22 Jahre Kakanien und publizieren hin und wieder Kolumnen, die irgendwie an heutige Zeiten erinnern.

Diesmal mit der Überschrift „Alles bestens“, die unweigerlich an den Satz „Alles richtig gemacht“ erinnert.

 

 

Regierung seit Jahren im Faschingstaumel
– und niemand merkt’s

Dumm, dümmer, Österreich – so lautete die Schlagzeile einer Schweizer Zeitung. Da verwechselt jemand Schiverband oder ÖOC mit Österreich! Was kein Wunder ist, wenn man die Berichte im ORF verfolgt: Dort spielt man zum Thema Doping die Stücke „Verfolgte Unschuld“ und „Wir sind alle Opfer“.

Nachdem die bösen Italiener bei den guten österreichischen Sportlern ein paar Spritzen fanden, meinte der oberste Schipräsident in der ZiB sinngemäß:
„Ich bitte Sie, jeder von uns kriegt ab und zu ein Vitaminspritzerl.“

Der Reporter nickte andächtig und wies sogleich seine Unterarme vor.
Stimmt, dachte ich. Ich verlasse die Wohnung niemals, ohne mir einen Liter Vitamin C zu spritzen. Nach dem Mittagessen gibt es ein Verdauungsspritzerl und am Abend ein bisserl Baldrian. Das belastet nicht den Magen und ist daher gesund.

In Italien machen sie ein großes Theater um unsere Hochleistungsträger. Dabei ist, wie ORF-Sportreporter Huber sagte, den armen Sportlern sogar ein Nasenspray verboten, weil er als Doping gilt! Kein Wunder, dass den Sportlern dauernd die Nase rinnt und sie undeutlich reden.

Da konnte der ZiB-Präsentator nicht an sich halten und lobte den Schiverband, weil er den Trainer Meyer auf der Stelle entlassen hat, als der vor Polizisten flüchtete und eine Sperre durchbrach.

Olles oans!

Alle zivilisierten Länder versuchen Doping als jenes Verbrechen zu verfolgen, das es ist. Deutschland verurteilte einen Herrn Pansold, der in der Ex-DDR Kinder gedopt hat. Derselbe Mann arbeitete später, 2002, im Olympiastützpunkt Obertauern. Vor kurzem noch war er auf der Homepage der „Österreichischen Sporthilfe“ als Referent vertreten.

Vielleicht der neue Arbeitsplatz für Herrn Meyer?
Dort sind immerhin schon Andy Goldberger als begnadeter Analysator und Hans Knaus beschäftigt. Warum also nicht noch Herr Meyer? Von der psychiatrischen Anstalt ins öffentliche Fernsehen mit seinem Kulturauftrag. Eine gelungene Resozialisierung.

Es passt alles zusammen.
Der Bundeskanzler, der augenzwinkernd den Reporter fragt, ob er nicht auch schon schneller als 130 kmh gefahren ist. Und nicht daran denkt, dass er einen Eid geleistet hat auf die Einhaltung der Gesetze.
Der Finanzminister, dem die Industriellenvereinigung eine Homepage schenkt. Und der von nichts weiß.
Der Landeshauptmann im Süden, der ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes ignoriert. Und eigenhändig Ortstafeln verrückt.

Kein Wunder, wenn ein gewisser Herr Federspiel in Innsbruck zur Wahl antritt und behauptet, dass er die Bevölkerung vor Drogenkriminellen schützt. Darüber reden will er beim Stammtisch mit
„Freibier für alle“.

Dumm, dümmer – ……………………..
Bitte einsetzen. Österreich ist übrigens genauso falsch wie Schweiz, Italien, Deutschland etc.
28. Februar 2006 – und noch immer aktuell

 

Sicherheit oder Vernunft?

Wie groß ist die Distanz zwischen Affe und Mensch?

Foto von Heribert Corn, ausgestellt auf dem Gelände der WU Wien

Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter brachte mich bei einem Interview im ZDF zum Nachdenken.

Die Angst in der Bevölkerung steigt, die Sicherheit wächst – aber warum soll das eine mit dem anderen zusammenhängen, fragte er in der Sendung.

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Arme vor die Brust!

Sport ist wichtig!

Sport ist wichtig!

Früher betrieben viele Menschen unterschiedliche Sportarten, weil sie einfach Freude machten. Das hat sich in Zeiten des perfektionierenden Kapitalismus geändert.

Freude soll offiziell alles machen, in Wirklichkeit ist alles eine einzige Quälerei.

Monolog eines typischen Vertreters.

 

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